Mach Dir eine Zendala Schablone!


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Zendala Schablone lochen

Wow – denke ich so ziemlich jedes mal, wenn ich ein Zendala sehe. Dass ich Symmetrie und Ordnung mag, ist  kein Geheimnis. Und das gepaart mit Zentangle – wunderbar. Bei meinen eigenen Versuchen, ein Zendala zu zeichnen, war ich jedoch oft von der Ungleichmäßigkeit enttäuscht, die sich dabei zeigte: die Kreise waren nicht rund, die Abschnitte nicht gleich groß, das ganze Bild wirkte nicht harmonisch. Wie versucht und nicht hingekriegt eben. Tja, die meisten Zendalas werden eben mit Zirkel, Lineal und viel Genauigkeit beim Winkelmessen vorbereitet. Das passt nicht ganz zum Zentangle, wo Lineale und Messungen praktisch verboten sind! Ganz abgesehen von der Mühe, die in der Vorbereitung jedes Zendalas steckt…

Das geht doch auch einfacher – dachte ich mir. So entstand die Idee zur Zendala-Schablone. Einmal angefertigt, kann sie immer und immer wieder verwendet werden, um ein Zendala vorzubereiten, d.h. zarte Linien und Begrenzungen mit Bleistift auf’s Papier vorzuzeichnen. Und das ganz ohne Winkelmessen und Rechnen! Das schöne dabei ist: Du kannst Dir Deine Schablone in der Form und Größe machen, wie Du sie brauchst. Und wenn Du Abwechslung brauchst, machst Du Dir einfach eine zweite! Natürlich eignet sich die Idee genauso für Mandalas!

Material und Werkzeug zum Erstellen der Zendala Schablone

Werkzeug für die Zendala SchabloneZunächst zu dem Material, aus dem die Schablone ist. Da gibt es mehrere Möglichkeiten – es eignet sich so ziemlich jede halbwegs stabile, transparente Folie. Von der alten Dokumentenmappe über Transparent-Folie von Rayher bis hin zur echten Schablonenfolie wie diesem Mylar Schablonenmaterial. Letzteres kann man sogar direkt bedrucken, sodass sich das Ausschneiden der Schablone besonders einfach gestaltet.

An Werkzeug braucht man vor allem ein gutes Bastelmesser und ein Lineal (am besten mit Anti-Rutsch Unterseite wie bei diesem Alulineal) sowie eine schnittfeste Unterlage. Außerdem eine Schere und etwas Klebefilm zum fixieren. Eine Lochzange ist hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig.

Zu guter Letzt wäre ein Drucker von Vorteil – damit kannst Du Dir nämlich die Vorlage ausdrucken und sofort mit dem Schneiden loslegen. Ansonsten musst Du Dir selbst eine Schablonenvorlage erstellen – dann brauchst Du Zirkel, Winkelmesser, Lineal und Bleistift. Aber das kennst Du wahrscheinlich schon von Deinen bisherigen Zendalas!?

So erstellst Du Dir Deine eigene Schablone

 

Zendala Schablone - Vorlage

Vorlage für Deine Zendala Schablone

Zuerst brauchst Du eine Vorlage. Drucke Dir meine aus oder erstelle Dir eine direkt auf einem Blatt Papier. Ich habe die Linien bunt markiert und auch einige Punkte gekennzeichnet. Du kannst Dir aber natürlich eigene Markierungen machen, wo Du schneiden willst. Vielleicht brauchst Du mehr oder weniger Linien, Abstandsmarkierungen oder oder oder.

Vorlage für eine Zendala Schablone

Die Vorlage ist am Ende natürlich unbrauchbar, weil sie mit zerschnitten wird. Falls Du also eine handgefertigte Vorlage benutzen willst und die Möglichkeit hast, dann mach Dir doch lieber eine Kopie davon und benutze diese!

Fixiere die Schablone auf der Unterlage und darauf die Folie, so dass wirklich nichts verrutschen kann.

Zendala Schablone schneiden

Zendala Schablone zuschneiden

Jetzt beginnst Du mit dem Ausschneiden der Aussparungen, durch die Du später den Bleistift führen willst. Bei geraden Linien schneidest Du mit dem Bastelmesser zwei mal parallel zur Linie, mal ein klitzekleines bisschen links, mal rechts der Linie. Trenne den Streifen Folie an den kurzen Kanten von der Schablone und entferne ihn dann. Es sollte ein wenige Millimeter breiter Ausschnitt entstehen.

Das wiederholst Du bei jeder Linie, die Du auf die Schablone übertragen willst. Außerdem willst Du vielleicht auch Teile der Kreise mit ausschneiden. Natürlich kannst Du auch größere Teile ausschneiden – wie z.B. Blütenblätter, die der Größe der Segmente entsprechen. Mit der Vorlage unter Deiner Folie hast Du so viele Linien und Schnittpunkte im gleichen Winkel und Abstand, dass sich daraus unzählige Möglichkeiten ergeben. Mit der Lochzange kannst Du zusätzlich kleine Löcher für Punktmarkierungen machen.

Zendala Schablone lochen
Zum Schluss schneidest Du Deine Schablone mit der Schere rund aus – fertig.

 Tipp: Bevor Du die Schablone von der Vorlage nimmst, kannst Du noch Markierungen mit einem Folienstift machen. Wenn Du beispielsweise auf den roten Kreisen kleine Striche neben Deine Aussparungen malst, kannst Du beim Übertragen mit dem Bleistift an diesen Stellen auch einen kleinen Strich machen. So hast Du weitere perfekte Abstände ohne zusätzliche Schnitte machen zu müssen.

fertige Schablone

Und so sieht meine erste, recht einfache Zendala Schablone aus. Ich habe dafür übrigens tatsächlich ein alte Dokumentenmappe genommen.

Und das Zendala? Das male ich jetzt. Dir viel Spaß beim Nachbasteln – und wenn Du die Schablone für Deine Zendala benutzt, schick mir doch ein Foto davon!

 

 Tipp: Die Druckvorlage kannst Du natürlich auch direkt für Dein Zendala oder Mandala verwenden, ohne eine Schablone zu machen. Lege sie einfach unter Dein Papier und ziehe die gewünschten Linien nach bzw. markiere Dir so viele Punkte wie Du brauchst. Auch so kann man sich das Winkelmessen sparen ;) Wenn Dein Papier zu dick ist um die Linien zu sehen, geh ans Fenster, stelle eine Lampe unter Deinen Glastisch oder versuche es mit deinem Handy-Display unter einer umgedrehten Auflaufform =)


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2 Gedanken zu “Mach Dir eine Zendala Schablone!