Grundwissen Häkeln


Wer das Häkeln erlernen möchte braucht nur etwas Wolle mit einer passenden Häkelnadel und ein paar Minuten Zeit, denn die Grundtechnik ist schnell gelernt. Diese sollte man etwas üben, bis die gehäkelten Maschen gleichmäßig werden und das Durchziehen des Fadens sich natürlich anfühlt.

Wer eine Masche anschlagen und Luftmaschen häkeln kann, wird auch mit Stäbchen keine Schwierigkeiten haben. Dann gilt es, die wichtigsten Grundbegriffe zu beherrschen, damit man ohne Probleme einer schriftlichen Anleitung folgen kann. Eine bebilderte Übersicht über eben diese Grundbegriffe des Häkelns findest Du hier. Diese kann man immer wieder gebrauchen, denn auch die grundlegensten Dinge wie den Maschenanschlag oder das halbe / ganze Stäbchen können nach einer Häkelpause in Vergessenheit geraten.


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Übersicht

Hier eine alphabetische Übersicht der Begriffe, die auf dieser Seite erklärt werden. Klick auf den Begriff, um zur Erklärung zu kommen. Falls Du die Häkelsymbole für die einzelnen Maschen suchst, wirst Du hier fündig: Häkelschrift lesen   Symboltabelle.

Maschen – oder: wie häkele ich was?

Masche anschlagen

Masche anschlagenUm eine Arbeit zu beginnen, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder, man mach einen „Magic Ring“ oder man schlägt eine Masche an, um daraus z.b. eine Luftmaschenkette zu häkeln.
Die Masche schlägt man wie folgt an:

  1. Faden um zwei Finger legen
  2. Faden über kreuz erneut um die Finger schlagen
  3. Häkelnadel unter dem ersten Faden durchführen,
    um den über kreuz gelegen Faden zu holen
  4. Finger behutsam aus der Schlinge nehmen und die Masche auf der Häkelnadel fest ziehen

Luftmasche häkeln

Luftmasche häkeln
Luftmaschen sind wohl die einfachsten Maschen, denn man zieht einfach den Arbeitsfaden durch die Masche, die man auf der Häkelnadel hat. Voraussetzung ist also, bereits eine Masche auf der Häkelnadel zu haben – ggf. muss man also zunächst eine Masche anschlagen (siehe oben).

Es ist für eine Luftmasche nur ein Schritt notwendig:

Faden holen und durch die Masche auf der Häkelnadel ziehen

Abkürzung: Lm

Luftmaschenkette

Wenn man eine Luftmaschenkette haben möchte, häkelt man einfach beliebig viele Luftmaschen hintereinander. In Anleitungen ist die Anzahl der benötigten Luftmaschen in der Regel angegeben. Wenn man eine Arbeit machen will, die eine bestimmte Anzahl an Maschen breit ist, darf man nicht vergessen, an die Luftmaschenkette in gewünschter Länge noch die Wendeluftmasche anzuhängen.

Doppelte Basiskette

Die Luftmaschenkette ist die am häufigsten verwendete Basiskette, d.h. die dient als Basis für die Häkelarbeit. Egal ob Topflappen oder Pullover – alles, was mit einer geraden Kante beginnt, also nicht in Runden gehäkelt wird, braucht eine Basiskette.

Alternativ zur Luftmaschenkette gibt es noch die „doppelte Basiskette“. Sie wird zwar in einem Arbeitsgang gehäkelt, es entsteht aber eine zweireihige Kette, der die doppelte Basiskette ihren Namen verdankt. Sie ist flexibler als die einfache Luftmaschenkette und eignet sich damit besser für Arbeiten, die am Rand dehnbar sein sollen. Außerdem ist es einfacher, die zweite Reihe zu häkeln.

Gearbeitet wird die doppelte Basiskette wie folgt:

  • Masche anschlagen und zwei Luftmaschen häkeln
  • In die linke Schlinge der 2. Luftmasche ab der Häkelnadel einstechen und eine feste Masche häkeln
  • In den linken senkrechten Faden der eben gehäkelten Masche einstechen und eine feste Masche häkeln
  • Den letzten Schritt bis zum Erreichen der gewünschten Länge der Basiskette wiederholen

Wendeluftmasche

Wendeluftmaschen macht man immer am Ende einer Reihe, bevor man die Arbeit umdreht um in der anderen Richtung weiter zu häkeln. Will man hier statt mit festen Maschen mit Stäbchen fortfahren, müssen sogar noch weitere Luftmaschen entsprechend der Höhe des Stäbchens hinzugefügt werden, die das erste Stäbchen ersetzen. Die Tabelle zeigt, wie viele Maschen nötig sind, je nachdem, wie man fortfahren möchte.

Dies gilt übrigens auch für den Beginn neuer Runden. Auch hier ersetzt eine gewisse Anzahl an Luftmaschen die erste feste Masche oder ein Stäbchen usw. Dann nennt man sie allerdings Steigeluftmaschen.

Feste Masche 1 Masche
Halbes Stäbchen 2 Maschen
Ganzes Stäbchen 3 Maschen
Doppeltes Stäbchen 4 Maschen

Feste Masche häkeln

Feste Maschen haben ihren Namen redlich verdient – im Gegensatz zu Stäbchen lassen sie nämlich nicht viel Luft drumherum, das Ergebnis ist also relativ dicht. Häkelt man ein größeres Stück nur mit festen Maschen, wird dieses auch steifer bzw. kompakter als mit Stäbchen.

feste Masche häkelnVoraussetzung für eine feste Masche neben der Masche auf der Häkelnadel ist ein bereits vorhandenes Häkelstück, in das man einstechen kann. Dies kann natürlich auch eine Luftmaschenkette sein – Hauptsache, man findet eine Masche, in die man einstechen kann ;)

Soweit nicht anders angegeben, wird so in die Masche eingestochen, dass beide Maschenglieder auf der Häkelnadel liegen. Ansonsten heißt es „nur ins vordere / hintere Glied einstechen“. Vorne und hinten sind dabei vom Betrachter aus zu sehen, egal auf welche Seite das Werkstück gerade gedreht ist.

Folgende Schritte macht man für eine feste Masche:

  1. Häkelnadel in die gewünschte Masche einstechen und Faden holen
  2. Faden nur durch die Masche des Werkstücks ziehen
  3. Faden erneut holen und durch beide Maschen auf der Häkelnadel ziehen

Abkürzung: fM

Kettmasche häkeln

Eine Kettmasche häkelt man im Prinzip wie eine feste Masche, nur dass man sofort den Faden durch die Masche des Werkstücks UND durch die Masche auf der Häkelnadel zieht. Da man so kaum an Höhe gewinnt, eignet sich eine Kettmasche besonders, um eine Runde zu beenden.
Wenn man die Farbe in der nächsten Runde ändern will, nimmt man den neuen Faden bereits für die Kettmasche. So wird der Übergang besonders schön.

Abkürzung: Km

Halbes Stäbchen häkeln

Halbes Stäbchen häkelnEin halbes Stäbchen ist etwa doppelt so hoch wie eine feste Masche. Deshalb häkelt man zuerst zwei Luftmaschen am Beginn einer Reihe oder Runde, bevor man ein halbes Stäbchen folgen lässt. Im Vergleich zu festen Maschen sind halbe Stäbchen etwas luftiger und weniger dicht.

Voraussetzung für Stäbchen sind eine Masche auf der Häkelnadel sowie eine Masche zum Einstechen.

Gehäkelt wird das halbe Stäbchen wie folgt:

  1. Den Faden zunächst ein Mal um die Häkelnadel schlingen (aus welcher Richtung man den Faden holt ist im Prinzip egal – einfach die Seite wählen, die sich natürlich anfühlt und konsequent bleiben)
  2. Häkelnadel in die gewünschte Masche einstechen und Faden holen
  3. Faden nur durch die Masche des Werkstücks ziehen
  4. Faden erneut holen und durch alle drei Maschen auf der Häkelnadel ziehen

Abkürzung: hStb

(Ganzes) Stäbchen häkeln

StäbchenDas ganze Stäbchen ist etwa drei Maschen hoch, so dass am Beginn einer Runde drei Luftmaschen gehäkelt werden müssen, bevor das erste Stäbchen folgt. Es wird ganz ähnlich gehäkelt, wie das halbe Stäbchen, nur dass der Faden nicht durch drei Maschen, sondern stets nur durch zwei Maschen gezogen wird.

Voraussetzung für Stäbchen sind eine Masche auf der Häkelnadel sowie eine Masche zum Einstechen.

Gehäkelt wird das Stäbchen wie folgt:

  1. Den Faden ein Mal um die Häkelnadel schlingen
  2. Häkelnadel in die gewünschte Masche einstechen und Faden holen
  3. Faden nur durch die Masche des Werkstücks ziehen
  4. Faden erneut holen und durch zwei Maschen auf der Häkelnadel ziehen
  5. Faden ein drittes Mal holen und durch die letzten zwei Maschen auf der Häkelnadel ziehen

Abkürzung: Stb

Reliefmaschen häkeln

Reliefmaschen häkelnReliefmaschen werden im Prinzip genau so gehäkelt wie feste Maschen. Bloß dass nach dem Einstechen in die Masche des Werkstücks erst noch links der Masche wieder ausgestochen wird. So liegen nicht die beiden oberen Glieder der Masche auf der Häkelnadel, sondern ihr Fuß! Dann wird wie bei einer festen Masche weitergearbeitet.

Nun muss noch zwischen vorn und hinten unterschieden werden. Denn man kann die Häkelnadel von vorn in die Arbeit einstechen. Dann wird die Reliefmasche auch optisch nach vorne treten. Sticht man jedoch von hinten in die Arbeit ein, zieht man den Fuß der umhäkelten Masche nach hinten und die Reliefmasche sieht aus wie eine Vertiefung.

Voraussetzung für die Reliefmaschen sind (in der Regel feste) Maschen, in die gearbeitet wird sowie eine Masche auf der Häkelnadel. Dies ist meist die Kettmasche oder Wendeluftmasche der letzten Reihe oder Runde.

Folgende Schritte macht man, um eine Reliefmasche zu häkeln:

  1. Einstechen der Häkelnadel von vorne nach hinten in die Masche und links davon nach vorn wieder ausstechen
  2. Faden holen und durch die Masche des Werkstücks ziehen
  3. Faden erneut holen und durch beide Maschen auf der Häkelnadel ziehen

Abkürzungen:

  • ReliefM/v oder Rmv (Reliefmasche vorne eingestochen)
  • ReliefM/h oder Rmh (Reliefmasche hinten eingestochen)

Reliefstäbchen häkeln

Reliefstäbchen unterliegen dem gleichen Prinzip wie die oben beschriebenen Reliefmaschen. Nur, dass keine feste Maschen um den Fuß der darunter liegenden Masche gehäkelt werden, sondern eben Stäbchen. Auch hier kann von vorn oder von hinten in die Arbeit eingestochen werden, um links vom Fuß der umhäkelten Masche bzw. des Stäbchens auch wieder vorn bzw. hinten auszustechen. Reliefmaschen vorn treten auch optisch nach vorne. Daher auch der Name „Relief“maschen.

Abkürzungen:

  • ReliefStb/v oder RStbv (Reliefstäbchen vorne eingestochen)
  • ReliefStb/h oder RStbh (Reliefstäbchen hinten eingestochen)

Krebsmaschen häkeln

Krebsmaschen häkeln

Krebsmaschen eignen sich als Abschluß und bilden eine so genannte Randborte. Man braucht am besten feste Maschen , um Krebsmaschen häkeln zu können. Wenn man keine vorliegen hat (sondern ein anderes Muster mit der Randborte verzieren will), dann häkelt man zuerst eine Reihe fester Maschen. Stäbchen oder halbe Stäbchen können aber auch als Grundlage dienen. Am Ende der Reihe ohne zu Wenden eine Steigeluftmasche häkeln und weiter geht es mit den Krebsmaschen.

Soll der Rand in einer Kontrastfarbe gehäkelt werden, einfach die Arbeit beenden und den Faden in der gewünschten Farbe in der ersten Masche von links anschlagen.

Nun wird von links nach rechts gehäkelt.

  1. In die nächst-rechte Masche einstechen
  2. Faden holen und nur durch die eben durchstochene Masche ziehen
  3. Faden erneut holen und die beiden Schlingen auf der Häkelnaden abmaschen (d.h. Faden durch beide Maschen auf der Häkelnadel ziehen).

Im Grunde häkelt man also einfach feste Maschen, aber von links nach rechts.

Du lernst lieber mit Videos? Dann schau doch mal auf die Seite Krebsmaschen, dort gibt es auch eine Videoanleitung zum Häkeln von Krebsmaschen.

V-Stäbchen häkeln

V-Stäbchen sind im Grunde ganz normale Stäbchen, die in dieselbe Masche gehäkelt wurden. Sie formen sich dadurch zu einem V, dass in der Folgereihe zwei Stäbchen in den Zwischenraum gehäkelt werden. Denn so werden die Köpfe der beiden Stäbchen auseinandergedrückt, während sie nach unten spitz wie ein V zusammenlaufen.

Und so wird’s gemacht:

  1. Luftmaschenkette anschlagen (Anzahl der Maschen teilbar durch 2 + 1 Luftmasche extra)
  2. 1. Reihe: 2 Stäbchen in die 3. Luftmasche ab der Häkelnadel, * 1 Masche überschlagen, 2 Stäbchen in die folgende Masche. Ab * wiederholen, enden mit 1 Stb. in die letzten Masche
  3. 2. Reihe:2 Wendeluftmaschen, 2 Stb. zwischen die 2 benachbarten Stäbchen der Vorreihe, also die Häkelnadel in die Lücke zwischen den beiden Stäbchen einstechen. Bis Reihenende wiederholen. Enden mit 1 Stäbchen in die letzte Wendeluftmasche.
  4. Die 2. Reihe wiederholen.

Farbwechsel

Bei vielen Häkelarbeiten möchte man verschiedene Farben benutzen. Dann muss man den Arbeitsfaden durch einen andersfarbigen ersetzen, ohne Knoten oder dicke Wülste zu erzeugen. Übrigens wendet man die gleiche Technik an, wenn das Wollknäuel zu Ende ist. Am besten ist es, den neuen Faden am Reihenende anzulegen und nicht mitten in der Arbeit, da man sonst das Fadenende einnähen muss. Auch wenn man den Faden ziemlich unauffällig einarbeiten kann – zum Einen macht es einfach mehr Aufwand und zum Anderen fällt es, je nach Garnstärke, eben doch ein bisschen auf, wenn man genau hinschaut.

Und so geht der Fadenwechsel:

Farbwechsel in neuer Reihe bei festen Maschen

Farbe wechseln beim HäkelnArbeitet man in Reihen fester Maschen, führt man den Farb- oder Fadenwechsel am besten am Reihenende durch.

Folgende Schritte sind dazu notwendig:

  1. Die letzte Masche der Reihe durchstechen und den Faden holen
  2. Faden durch die Masche der Arbeit ziehen
  3. Jetzt wird der neue Faden geholt, d.h. der aktuelle Arbeitsfaden wird einfach abgelegt und der andere um den Finger gewickelt
  4. Den neuen Faden durch die Masche ziehen
  5. Nun wird eine Wendeluftmasche in der neuen Farbe gehäkelt, die Arbeit gewendet und in der neuen Farbe weitergehäkelt. Der alte Faden wird abgeschnitten und in die Maschen gleicher Farbe eingenäht.

Weitere Begriffe

Abhäkeln

Wenn in einer Anleitung von „Abhäkeln“ die Rede ist, so muss man in der folgenden Reihe die gleichen Maschen häkeln, die man darunter vorfindet. Sticht man also in eine feste Masche ein, so muss man auch eine feste Masche häkeln. Trifft man auf ein Stäbchen, häkelt man ein eben solches. Man setzt so das Muster in der nächsten Reihe also exakt fort.

Abmaschen

Vom Abmaschen spricht man, wenn man den Faden durch mehrere, auf der Häkelnadel liegende Maschen zieht. Dadurch reduziert sich die Anzahl der Maschen auf eine – nämlich die, die durch den durchgezogenen Faden entsteht.

Abnehmen

Um ein Häkelstück schmaler zu bekommen, beispielsweise um einen Armausschnitt zu häkeln oder eine Kugelform zu schließen, muss die Anzahl der Maschen in einer Reihe oder Runde verringert werden können. Dazu häkelt man zwei oder mehrere Maschen zusammen. Um eine Masche abzunehmen, müssen zwei Maschen zusammengehäkelt werden. Dazu gibt es verschiedene Verfahren.

BaellchenBällchen

Ein Bällchen ist ein Büschel, bei dem mehrere halbe Stäbchen in die gleiche Einstichstelle gehäkelt und zusammen abgemascht wurden (siehe hierzu auch „Büschel“ und „abmaschen“).

Büschel

Als Büschel bezeichnet man mehrere Maschen, die zusammen abgemascht werden (siehe auch „abmaschen“). So können zum Beispiel die jeweils letzten Schlingen mehrerer Stäbchen auf der Häkelnadel belassen werden, um abschließend den Arbeitsfaden durch all diese Schlingen zu ziehen und die Stäbchen damit abzuschließen.

Werden die Stäbchen in die gleiche Einstichstelle gehäkelt, entstehen Noppen. Ähnlich verhält es sich mit Bällchen, bei denen mehrere halbe Stäbchen in die gleiche Einstichstelle gehäkelt und dann zusammen abgemascht werden.

Häkelt man jedoch mehrere Stäbchen in aufeinanderfolgende Maschen, um sie dann zusammen abzumaschen, entsteht ein Büschel, wie man es beim Muster namens Feuerrad sehen kann: die untere Hälfte jedes Rades ist ein solches Büschel aus sieben Stäbchen. Sie werden in sieben aufeinanderfolgende Maschen gehäkelt, wobei die letzte Schlinge jedes Stäbchens auf der Häkelnadel belassen wird. Zum Schluß wird der Faden durch alle Schlingen gezogen. Das sieht man auch gut im Tutorial-Video für dieses Muster.

Kordeln in unterschiedlicher Länge und Farbe selbst gemacht

Kordel

Eine Kordel ist eine Schnur bzw. ein dünnes Seil aus mehrfach verzwirnten Fäden. Wie Du selbst eine Kordel herstellen kannst, zeige ich Dir hier.

Maschenprobe häkelnMaschenprobe

Eine Maschenprobe ist ein Häkelstück, eigens zur Kontrolle der Größe angefertigt wird, die man mit dem gewählten Garn und der Nadelstärke erreicht. Ist es größer oder kleiner als in der Anleitung verlangt, dann muss man entweder die Häkelnadel austauschen oder aber seine Häkeltechnik anpassen. Hier kannst Du nachlesen, wie man eine Maschenprobe macht.


Muschel gehäkelt

Muschel, Fächer oder Gruppe

Als Muschel, Fächer oder eine Gruppe bezeichnet man mehrere Maschen, die alle in die gleiche Einstichstelle gehäkelt werden. Dabei ist nicht festgelegt, um wie viele und welche Art von Maschen es sich handelt.

Noppe

Eine Noppe ist ein Büschel, bei dem die Stäbchen in die selbe Einstichstelle gehäkelt und zusammen abgemascht wurden (siehe auch „Büschel“ und „abmaschen“). Besteht die Noppe aus vielen Stäbchen, kann eine zusätzliche Luftmasche erforderlich sein. Besteht die Noppe aus halben Stäbchen, spricht man von „Bällchen“.
Folgt auf eine Noppe eine kurze Masche (z.B. eine feste Masche oder eine Kettmasche), werden die Stäbchen nach hinten gewölbt und ergeben so eine sehr plastische Erhebung auf der abgewandten Seite. Deshalb werden Noppen oft in Rückreihen gehäkelt, um ein schönes Muster auf der Vorderseite zu ergeben. Ein Beispiel für ein Muster mit Noppen einschließlich ausführlicher Anleitung und Video findest Du unter Häkelmuster   Persianermuster.

Schnullerkette Noppi

Anhand der Schnullerkette „Noppi“ kann man gut erkennen, wie die Noppen hervortreten.

Umschlag

Vom Umschlag ist die Rede, wenn der Arbeitsfaden um die Häkelnadel gewickelt werden soll, damit eine Schlinge durch eine oder mehrere Maschen gezogen werden soll. Einen Umschlag macht man schon für eine einfache Luftmasche. Die Häkelnadel wird dabei immer von unten um den Faden herum geführt, sodass der Faden praktisch gegen den Uhrzeigersinn um die Häkelnadel gelegt wird.

Zunehmen

Mit einer Maschenzunahme erhöht man die Anzahl der Maschen einer Reihe oder Runde. Dazu häkelt man beispielsweise mehrere Maschen in die gleiche Einstichstelle. Aber auch eine Luftmaschenkette kann als Maschenzunahme verwendet werden. Vor allem beim Häkeln in Runden ist das Zunehmen von Maschen üblich, denn mit jeder Runde wächst der Umfang der Arbeit. Da man eine größere Strecke mit Maschen füllen muss, müssen also mehr Maschen her. Sobald man in einer Runde aufhört, Maschen zuzunehmen, wölbt sich die Arbeit – wie bei einer Mütze. Bleibt man weiter bei der Maschenzahl, entsteht sozusagen ein Schlauch. Nimmt man hingegen regelmäßig Maschen ab (siehe auch „abnehmen“), schließt sich das Gebilde ab jetzt wie eine Halbkugel.


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