Stifte und Papier für Brush-Lettering


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Die Suche nach dem richtigem Material und Werkzeug für’s Brush-Lettering kann zu einer wahren Odyssee werden. Nicht nur, dass es so viel Auswahl für unterschiedliche Anwendungsgebiete in allen Preisklassen gibt. Mit der falschen Handhabung, genauer gesagt mit dem falschen Papier, kann man sich leicht auch qualitativ hochwertige Stifte ruinieren und wird mit dem Ergebnis einfach nicht glücklich. Das möchte ich Dir ersparen; deshalb findest Du auf dieser Seite meine Erfahrungen mit diversen Brushpens und Papiersorten.

Welcher der Stifte ist der Richtige?

Welchen Stift braucht man für’s Brush-Lettering?

Ich beginne mit Stiften mit kleiner Pinselspitze und arbeite mich dann weiter zu den großen Pinselstiften vor. Auch geeignetes Papier stelle ich Dir vor – wobei ich hier gleich auf Bewährtes zurück gegriffen habe und keine großen Testreihen zu verzeichnen habe. Wenn Du ein Stift oder Papier hier vermisst, schreib mich gerne an (mail@bunte-galerie.de).

Stifte mit kleiner Pinselspitze

Tombow Fudenosuke und Pentel Touch Pen

Einer der beliebtesten Stifte für Anfänger: der Tombow FudenosukeZu Recht sind die Tombow Fudenosuke sowie die Pentel Sign Pens die Renner unter den kleinen Pinselstiften. Die Acrylspitzen verhalten sich beim Brush-Lettering ganz wunderbar und sind relativ unempfindlich. Das heißt, sie fransen nicht aus, brechen nicht ab oder schieben sich bei zu hohen Druck in den Stift hinein (was bei technischen Finelinern durchaus passieren kann). Mit meinen Brushpens haben sogar schon meine Kleinkinder gemalt. Ich hatte zwar Löcher im Papier und Farbe auf dem Holztisch, die Stifte benutze ich aber noch heute. Selbst die Tinte ist ihnen nach exzessivem Gepinsel noch nicht ausgegangen!

Ein ganz wesentlicher Unterschied zwischen den beiden besteht darin, dass es den Tombow Fudenosuke nur in schwarz gibt, die Pentel Sign Pens aber in vielen bunten Farben. Deshalb besitzen viele Letterer beides. Beim Tombow kann man außerdem zwischen zwei Härtegraden wählen. Dabei entspricht der weichere Fudenosuke (schwarzer Schaft) eher dem Pentel Sign Touch Pen als der Harte (blauer Schaft).

Apropos, Tinte. Die „Tinte“ der Pentel Touch Pens ist wasserbasiert. Das heißt, man kann sie wunderbar mischen und verblenden. Ein Tutorial zu diesem Thema findest Du hier: 3 Methoden, um Farbverläufe mit Brush-Pens zu zaubern. Die Farbe ist nicht wasserfest, sodass sie auch nach dem Trocknen wieder verläuft, sobald sie wieder mit Wasser in Berührung kommt. Das kann man sich zu Nutze machen und sehr schöne Effekte erzielen.

Die schwarze Tinte der Tombow Fudenosuke hingegen verhält sich schon eher wie Tinte und bleibt nach dem Trocknen weitestgehend dort, wo sie ist. Wenn man also Illustrationen zeichnen möchte, deren schwarze Umrisse später mit Wasserfarben oder wasserbasierten Stiften ausgemalt werden sollen, ist der Fudenosuke hierfür geeignet. Mangaka und Cartoonisten verwenden den Stift deshalb ebenso gerne wie Letterer ;)

Für diese Stifte gibt es von mir also eine ganz klare Kaufempfehlung.

Pentel Sign Pen in grau - Vergleich der beiden Spitzen

 

  Achtung! Verwechsle nicht die Pentel Touch Pen mit Filzspitze mit denen, die die flexible Pinselspitze haben.

Auf dem Foto siehst Du den Unterschied: links die durchaus toll schreibende Filzstift-Spitze, die allerdings keine variable Strichbreite zulässt. Man kann damit tolle Monoline-Letterings kreieren oder Druckbuchstaben mit Brush-Lettering kombinieren. Rechts der Stift mit dem gewünschten Brushpen-Effekt, auch erkennbar an den Glitzer-Partikeln im Schaft und im Deckel. Die Nylonspitze des Stiftes ist praktisch unverwüstlich.

 

Super Fine Fudegokochi Brush Pen von Kuretake

Kuretake Fudegokochi

 

Die wirklich sehr feine Spitze des Fudegokochi ist im Vergleich zu den vorher beschriebenen Stiften recht hart. Doch man kann mit diesem Stift, den es nur in schwarz gibt, sehr filigran arbeiten und somit auch sehr kleine Schriften, beispielsweise innerhalb von relativ kleinen Rahmen oder Bannern, lettern.

Zum Üben bzw. Brush-Letterin lernen würde ich ihn nicht empfehlen, da er dazu etwas zu störrisch ist. Wenn man aber bereits eine Schriftart in Petto hat und etwas kleines beschriften möchte, ist man mit diesem Stift gut beraten.

Die dünnere der beiden Pinselspitzen des unten, bei den dicken Stiften beschriebenen Kuretake 2in1, ist dieser hier sehr ähnlich – wenn es nicht sogar die gleiche ist. Vor dem Kauf des Fudegokochi kannst Du also überlegen, ob Du nicht lieber den 2in1 mit dünner und dicker Pinselspitze haben möchtest.

Stifte mit mittlerer Pinselspitze

In diese Kategorie habe ich die Pigma Brush Pens sowie die PITT Tuschestifte von Faber Castell gesteckt.

Pigma Brush Pens von Sakura of America  

Sakura Pigma Brush Pen sind toll zum Ausmalen, aber für Letterings etwas schwer zu handeln

 

Die Pigma Brush Pens von Sakura haben eine Spitze aus Nylon. Dabei ist sie wirklich sehr fein und flexibel. Die Pinselspitze lässt sich deshalb auch etwas schwerer kontrollieren – dünne Aufstriche wirken ohne die nötige Übung eher zittrig, für einen Anfänger ist das ein Graus und oft Grund zur Verzweiflung.

Die verwendete Tinte ist permanent sowie farb-, wasser- und lichtecht. Daher lassen sich die Farben leider nicht gut mischen oder verblenden. Für’s Lettering würde ich diese Stifte deshalb vor allem dann empfehlen, wenn Du keine Ombré-Effekte zu lettern planst und wenn Du Deine Werke aufhängen willst. Denn hier punktet der Brush Pen von Sakura ganz klar mit seiner Lichtbeständigkeit. Selbst nach Jahren im Bilderrahmen im hellen Zimmer darf die Farbe nicht verblassen!
Ich denke, die Brush Pens von Sakura sind eher für’s Ausmalen als für’s Lettern konzipiert. Zusammen mit den farbigen Microns, lassen sich tolle ZIAs (Zentangle® inspired Art) und Mandalas anfertigen, denn die Farben der Fineliner und der Brushpens sind exakt gleich. Daher verschwinden Umrandungen beim Ausmalen mit der gleichen Farbe. Natürlich lassen sich mit einem Brush-Pen und einem gleichfarbigen Fineliner auch beim Lettering tolle Effekte erzielen!

 

 

PITT Artist Pen von Faber Castell

Pitt Artist Tuschestift von Faber Castell

 

Ähnlich verhält es sich mit den  PITT Tuschestiften von Faber Castell. Auch diese sind mit wasserfester und lichtechter Tusche gefüllt und eignen sich nicht besonders gut zum Verblenden mehrerer Farben für einen weichen Farbübergang innerhalb der Buchstaben. Außerdem sieht man aufgrund der Transparenz des Farbauftrags recht deutlich, wo der Stift mehrfach über die selbe Stelle geführt wurde. Dort nämlich wird die Farbe deutlich dunkler – ein Effekt, den man sich beim Lettern natürlich zu Nutze machen kann. Zwei verschiedene Farben übereinandergemalt geben ebenfalls einen interessanten Effekt. Mit mehreren Lagen der Halbtransparenten Farbe kannst Du interessante Farbkompositionen erzielen.

Leider ist diese Spitze nicht ganz so einfach dazu zu bewegen, gleichmäßig dünne Linien auf’s Papier zu zaubern. Daher kann ich sie Anfängern für’s Brush-Lettering nur bedingt empfehlen. Ein bisschen einfacher zu handhaben als die sehr flexiblen Brush Pens von Sakura of America sind sie dennoch und Übung macht bekanntlich den Meister! Fortgeschrittene dürften mit diesen Stiften zurecht kommen.

Ein Plus dieser Stifte: sind sie ausgefranst oder anderweitig abgenutzt, kann man die Pinselspitze herausnehmen,  umdrehen und wieder hineinstecken. Dann sieht der Stift wieder aus wie neu – und schreibt auch so. Die Lichtbeständigkeit der Tinte erlaubt ein Aufhängen der Kunstwerke im Bilderrahmen, ohne dass man Sorge haben muss, dass die Farben verblassen.

 

Stifte mit großer Pinselspitze

 

Koi Coloring Brush Pens von Sakura of America

Koi Coloring Brush Pen eignen sich sehr gut zum Lettern

 

Die Koi Coloring Brush Pens sind mit wasserlöslicher Tinte gefüllt und lassen sich ganz wunderbar verblenden. Man kann die Stifte in Wasserfarbe tunken, Spitze an Spitze reiben oder direkt auf dem Papier mischen. Das geht am besten auf Aquarell- oder Mix-Media Papier, da die Feuchtigkeit andere Papiersorten schnell zerstören kann. Da die Nylonspitze darauf jedoch eher empfindlich reagiert und durch die raue Oberfläche leicht ausgefranst werden kann, solltest Du lieber auf glattem Papier das Lettern üben und erst die Finale Version mit Blending und Schmuckelementen auf dem Mix-Media Paper malen.

Die Koi Coloring Brush-Pens eignen sich also sehr gut zum Lettern und lassen beim Verblenden keine Wünsche übrig. Aber Vorsicht: die Farbe ist nicht lichtecht, d.h. wenn Du Dein Lettering in einem Bilderrahmen aufhängst, verblassen die Farben ziemlich schnell! (Tipp: scanne Deine Arbeit ein und drucke sie mit einem guten Drucker aus!)

Tombow Dual Brush Pens

Tombow Dual Brush Pens sind gut für größere Letterings

 

Die Stifte, die ich bei anderen Künstlern am häufigsten in Gebrauch sehe, sind die Tombow Dual Brush Pens. In ihren Schreibeigenschaften sind sie den oben beschriebenen Koi Coloring Brush Pens ähnlich: die wasserbasierte Farbe lässt sich toll verblenden und verteilen und die Farben sind einfach herrlich! Zudem haben die Stifte noch eine zweite, dünne Spitze. Diese ist hart und zeichnet gleichmäßig, ist also mit einem Filzstift vergleichbar, wie man ihn aus den Schulfedermappen kennt. Sie ist allerdings etwas fester als die herkömmlichen Filzstifte.

Man muss nicht sofort mit der ganzen Farbpalette von sage und schreibe 96 verschiedenen Farben starten – der Preis ist schließlich nichts für erste Gehversuche. Glücklicherweise gibt es auch kleinere Sets bzw. jede Farbe einzeln zu kaufen. Und der Ständer, der bei der Komplettversion mit dabei ist, ist nicht so der Burner: wenn man ihn falsch anpackt, fällt er buchstäblich auseinander. Es spricht also nicht dagegen, sich nach und nach Stifte in den Lieblingsfarben zu kaufen und dafür eine alternative Unterbringung zu finden. Da man die Farben wie Aquarelle mischen kann, kommt man schon mit dem Grundset sehr weit. Sogar ein einziger Tombow Dual Brush Pen in Schwarz kann glücklich machen – je nachdem, was Du vor hast ;)

Achtung: auch die Tinte dieser Stifte ist nicht lichtecht! Vor allem Rottöne verblassen im Tageslicht schnell, sogar ohne direkte Sonneneinstrahlung. Besser, Du scannst Dein Werk ein und druckst es aus, wenn Du es aufhängen möchtest.

  Tipp: Tombow bietet hier sehr schöne, kostenlose Übungsblätter für ihre Brushpens an!

Art Brush und Aquash Wasserpinsel von Pentel 

Pentel Aquash Wasserpinsel

Der Pentel Aquash Wasserpinsel (links im Bild, etwas rötlich verfärbt von der Benutzung mit Wasserfarbe) und der Pentel Art Brush arbeiten nach dem gleichen Prinzip: in einem Tank im Schaft befindet sich Wasser bzw. Wasserfarbe, die in die Nylonborsten abgegeben wird. Die Spitze ist der eines echten Pinsels von allen Brush-Pens am ähnlichsten, weil sie tatsächlich Pinselhaare aufweist.

Die Schwierigkeit liegt bei vielen Anfängern darin, den Fluss des Wassers (z.B. zum Schreiben mit Wasserfarbe oder zum Verblenden) oder der Tusche so zu kontrollieren, dass er gleichmäßig ist. Oft kommt zu viel oder zu wenig Flüssigkeit, sodass entweder unerwünschte Tropfen auf dem Papier landen oder aber der Strich plötzlich unterbrochen ist. Über einen mehr oder weniger leichten Druck auf den Tank kann man den Fluss anregen (beim Art Brush muss man manchmal ganz schön fest und lange drücken!), ganz stoppen kann man ihn eigentlich nie.

  Falls Du einen neuen Art Brush Dein eigen nennst und dich wunderst: „warum kommt aus meinem Pinselstift keine Farbe?“, dann hast Du vielleicht den roten Sicherungsring noch nicht entfernt ;)

Kuretake 2in1

Kuretake 2in1 Fude-Pen

 

Die Pinselspitze des Kuretake Fudepen 2in1 ist genau wie die des oben beschriebenen Kuretake Fudegokochi: fein, etwas störrisch, aber brauchbar. Die dicke Seite des Kuretake ist relativ bauchig, d.h. die Haarlinien werden nicht ganz so dünn wie beim Tombow. Ich bin darüber nicht überrascht, denn für japanische oder chinesische Schriftzeichen ist dieser Stift wahrscheinlich genau richtig. Wegen seiner feinen Spitze hole ich ihn trotzdem manchmal hervor. Denn damit lassen sich auch sehr kleine Schriften mit variabler Strichstärke gestalten.

 

Für’s Brush-Lettering gibt es für diesen Stift keine Empfehlung von meiner Seite.

Ciao Marker von Copic

Auch Copic Ciao Marker haben eine flexible Spitze

 

Die alkoholbasierten Ciao Marker von Copic sind die günstigsten von der Firma, aber dennoch nicht wirklich billig. Sie sind auch nicht für’s Lettering gedacht. Vielmehr werden sie von Illustratoren zum Ausmalen benutzt und besitzen eine Brush- und eine breite, schräg angeschnittene, harte Filz-Spitze. Man bekommt damit sehr ebenmäßige Flächen ebenso wie schöne Farbverläufe hin – aber eben auf relativ großen Flächen (und nicht bei schmalen Buchstaben). Das liegt daran, dass man die Farbe mechanisch (mit der Pinselspitze) verreiben muss, um den gleichmäßigen Effekt hin zu bekommen. Da die Stifte jedoch eine flexible Pinselspitze haben, kommt gelegentlich die Frage auf, ob man damit Lettern kann.

Man kann! Das Feeling ist dabei ein anderes als bei den bisher beschriebenen Stiften, denn die Pinselspitze ist eher dick, weich und flexibel – sie läuft weniger spitz zu, ist irgendwie… bauchiger. Deshalb sehen die Letterings auch ein Wenig anders aus. Trotzdem kann man sich die beim Lettern gewünschte variable Strichstärke zu Nutze machen und, trotz nicht ganz so feiner Haarlinie, schöne Letterings malen.

Dennoch: für Brush-Lettering sind Copic Marker nicht meine erste Wahl.

  Achtung! Alkoholbasierte Marker haben einen gewissen Eigengeruch. Auch wenn dieser bei den Copics nicht besonders ausgeprägt ist, kann sich ein feines Naschen daran stören. Außerdem drucken diese Art Stifte durchs Papier durch und können sogar auf der Folgeseite ungewünschte Spuren hinterlassen. Um dieses zu verhindern, ein Blatt Markerpapier dazwischen legen. Oder lieber gleich Markerpapier verwenden, denn das spart Tinte, da es nicht besonders saugfähig ist und erlaubt schöne Blendeffekte sowie satte Farben. Nicht erschrecken – es ist sehr dünn!

Weitere Marken

Noch lange habe ich nicht alle Stifte aufgeführt, die es gibt und die sich bestens zum Lettern eignen. Obwohl es von mir noch keinen ausführlichen Bericht gibt, möchte ich Dir diese sehr beliebten Stifte nicht vorenthalten. Sie sind alle wasserbasiert, entsprechen also am ehesten den Koi Coloring Brush Pens oder den Tombow Dual Brush Pens.

Edding Brushpen

Artline Stix

Ecoline Brush Pens

CARAN d’ACHE – FIBRALO Aquarelle Filzstifte

Talens Ecoline flüssige Wasserfarbe – hier kann man die Stifte hinein tunken, um schöne Farbverläufe zu bekommen

Papier 

Die Frage nach dem Papier ist deshalb so wichtig, weil gewöhnliches Druckerpapier, auf dem das Lettern zwar Spaß macht und toll aussieht, einige der Brush Pens schlichtweg ruinieren kann. Es ist so rauh, dass die anfangs sehr spitzen Filz-Spitzen ausfransen und daher keine klar abgegrenzten Linien mehr bilden. Dieser Used-Look im Lettering kann zwar cool aussehen, ist aber nicht immer erwünscht.

Regenbogen Brush / Hand Lettering - Bunte Galerie

Mit dem richtigen Papier lassen sich schöne Farbverläufe machen

Abhilfe schafft glattes Papier wie das gern genommene Clairefontaine Papier. Es ist in verschiedenen Grammaturen erhältlich und hat sich schon bei vielen Letterern bewährt. Leider ist es nicht möglich, verschiedene Farben wasserbasierter  Brush-Pens darauf ausgiebig zu verblenden, geschweige denn mit dem Wasserpinsel nachzubearbeiten. Für solch feuchte Spielchen ist dieses Papier einfach nicht ausgelegt – die Fasern lösen sich und man hat schnelll Klumpen oder gar ein Loch hinein gerubbelt.

Für solche Arbeiten nimmt man dann lieber Aquarellpapier oder Mix-Media Papier. Solches Papier ist dafür geschaffen, auch Naßtechniken auszuhalten. Doch da solches Papier wieder eine rauere Oberfläche hat, greift es die Fasern der Brushpens an. Deshalb gilt: geübt wird auf glattem Papier, ausgeführt (wenn nötig) auf dem Aquarell- oder Mix-Media Papier. So ist es zumindest bei mir.

Neben glattem Druckerpapier eignet sich auch Bristol Papier wie diese hier von Canson sehr gut. Es gibt noch viele weitere Papiere für Illustrationen, Tuschezeichnungen, Mangazeichnungen etc., auf denen ebenso schöne Ergebnisse erzielt werden können. Sie sind in der Regel eher teurer als die, die ich bereits vorgestellt habe. Bisher habe ich mit den Hochwertigen Papieren ausschließlich gute Erfahrungen gemacht.

  Tipp: damit mir das Lettering auf dem rauen Mix-Media Papier auch wirklich gelingt und ich nicht wieder und wieder meine Stifte strapazieren muss, bis mir mein Lettering gefällt, lettere ich auf glattem Papier vor. Dann lege ich mir die finale Version unter mein Mix-Media Papier auf mein Huion Leuchtkasten und ziehe das Lettering noch einmal mit den richtigen Farben nach. Das gelingt immer!

Hier lettere ich auf meinem Dot Pad

Außerdem eignet sich der Leuchttisch super, um ein Liniertes Blatt unter das Lettering zu legen. So muss man weder vorzeichnen noch radieren, wenn man gerne mit Orientierungshilfe lettert!

Gar keine Guidelines, also Orientierungslinien, sind notwendig, wenn Du gleich auf dem Rhodia DotPad A4 letterst. Es hat kleine, graue, im Raster angeordnete Punkte (sog. Punktraster). Die Punkte stören nicht so wie Karos, helfen aber ebensogut, auf einer Linie zu schreiben und  gleichmäßig groß zu bleiben. Es ist zudem wunderbar glatt und eine Wohltat für Deine Stifte. Perfekt zum Üben und für die meisten Letterer ein absolutes Must-Have!

Und zu guter Letzt sei gesagt: natürlich kannst Du Brush-Lettering auch mit einem echten Pinsel und Wasserfarbe auf Aquarellpapier malen. Ich benutze hier am liebsten ganz kleine Pinsel und hole entweder den Tuschkasten raus oder benutze meine flüssigen Wasserfarben.

 


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4 Gedanken zu “Stifte und Papier für Brush-Lettering