Argato – echte Kunst


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Echte Kunst, damit meine ich große Gemälde, Skulpturen – na eben so etwas, was mach auch in einer „echten“ Galerie finden würde. Nichts gegen hübsche, kleine Zentangle Tiles oder iPad Lettering (was durchaus auch Kunst ist). Aber jetzt habe ich eine Seite mit Bildern entdeckt, für die Künstler sich tagelang die Kittel fleckig gepinselt haben 😁

Die Rede ist von argato.de. Man könnte Argato als große Online-Galerie bezeichnen, denn hier werden handgearbeitete Werke von verschiedenen Künstlern ausgestellt. Ohne die Jogginghose auszuziehen und gegen einen feinen Zwirn zu tauschen kann man praktisch ohne Eintrittskarte zu einer Vernissage gehen – so fühlte ich mich zumindest, als ich zum ersten Mal auf die Seite gekommen bin.

Hochwertige Kunst statt Massenproduktion

"Im Nebel der Zeit verschwindend" von Andreas Garbe, Künstler und Gründer von argato.de

„Im Nebel der Zeit verschwindend“ von Andreas Garbe, Künstler und Gründer von argato.de

Man sieht auf den ersten Blick, dass hier professionelle und ambitionierte Maler am Werk sind. Nichts gegen Hobby-Künstler! Obwohl ich selbst mich jeden Tag in mein kleines Atelier setze und künstlerisch betätige, bin ich immer wieder von diesen großen Werken beeindruckt. Da es zu jedem Werk eine ausführliche Erläuterung zum Künstler und der angewandten Technik gibt, schaue ich mir gerne die Detailinformationen an. Heute zum Beispiel habe ich gelernt, dass Acryl, mit einem Spezialgel verdünnt, erst nach bis zu 20 Aufträgen seine volle Farbtiefe entfaltet und so ein besonderer Tiefeneffekt erzeugt werden kann…

Wenn man auf die Seite der Argato Grundsätze geht, ist es nicht verwunderlich, dass die dort verkauften Bilder so professionell aussehen. Denn Hobbykünstler sind dort als Verkäufer nicht erwünscht. Es wird eine fundierte Ausbildung oder mehrjährige Erfahrung vorausgesetzt, um dort verkaufen zu können. Natürlich macht ein Abschluss noch keinen Künstler – andersherum kann man auch ohne Diplom hochwertige Werke schaffen, keine Frage. Ganz klar jedoch ist, dass Argato sich bemüht, die Spreu vom Weizen zu trennen (was ihnen ganz offensichtlich gelungen ist). Das Schöne dabei ist, dass auch unbekannte Künstler Sichtbarkeit bekommen – und die potentiellen Käufer haben eine echte Chance auf Wertsteigerung einer ihrer Errungenschaften.

Auch Massenproduktionen sind ausdrücklich unerwünscht. Poster und Leinwanddrucke wird man hier also nicht finden. Das gleiche gilt für industriell gefertigte Design-Objekte oder Repliken berühmter Gemälde. Dafür gibt es andere Seiten (oder die Dekoabteilung im Baumarkt). Kunstdrucke sind mit bestimmten Auflagen hingegen erlaubt.

Preise von klein bis groß

Und dennoch: es gibt durchaus Kunstwerke, die erschwinglich sind. Zur Zeit sind dort sogar Originale ab 20 Euro zu haben. Für das schmalere Portemonnaie ist also auch etwas dabei – unter 200 Euro sind derzeit etwa 30 Stücke online. Die Grenzen nach oben sind theoretisch offen, derzeit bewegen sich die kostenintensivsten Bilder bei ca. 5000 €. Durch die Filteroptionen lassen sich die Preise gut vergleichen, schließlich kann nicht jeder gleich tausend Euro für ein Kunstwerk ausgeben und muss bei aller Liebe zur Kunst auf den Endpreis achten!

Für Preisfüchse gibt es außerdem die sog. „Holländische Auktion“. Hier fällt der Preis stetig, bis jemand zuschlägt oder der vom Künstler festgelegte Mindestpreis erreicht ist. Wenn Du Dich also in ein Werk verliebt hast, das in einer Auktion verkauft wird, kann es sich lohnen, abzuwarten, bis der Preis erreicht ist, den Du bereit bist zu zahlen. Die Kunstwerke werden vom Künstler (oder der Galerie, bei der das Kunstwerk gekauft wird) direkt versendet – dabei sind die Versandkosten sehr moderat.

Selbst Kunst verkaufen

Also Kunstbegeisterte(r) hast Du vielleicht selber einige schöne Werke, die Du anbieten möchtest? Ich denke, dass Du bei Argato gut aufgehoben bist. Die Provision für Argato wird nur dann fällig, wenn das Kunstwerk auch verkauft wird und Du hast die Chance, zusammen mit anderen, sehr schönen Bildern (und Skulpturen) ausgestellt zu werden. Der Marktplatz ist noch nicht so überfüllt, dass Deine Werke in einer Masse von tausenden anderer Objekte untergehen und wer hier nach Kunst sucht, möchte etwas einzigartiges finden. Praktisch gesehen hast Du nichts zu verlieren. Drei sehr gute Fotos von Deinem Werk solltest Du allerdings machen, denn hier kannst Du nur mit einer guten Abbildung überzeugen. Schließlich kaufen Kunstinteressierte ein Werk, ohne es je in echt gesehen zu haben. Da sollte das Foto das Kunstwerk möglichst gut wiedergeben.

Was meinst Du? Sind Kunstplattformen eine Chance für Künstler? Oder würdest Du Kunst nur dann kaufen, wenn Du sie auch in Wirklichkeit gesehen hast? Wo kaufst oder verkaufst Du? Schreib es mir im Kommentar!

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